Rayman Origins – Gamereview
Ich habe mir vor Weihnachten das Spiel Rayman Origins von Ubisoft für die XBOX 360 gekauft und bin nun auch endlich mal dazu gekommen es zu spielen. Eines vorweg - Rayman ist genau mein Spiel...
Man sieht dem Spiel an jeder Ecke an, dass es den Entwicklern einen riesen Spaß gemacht haben muss dieses Spiel zu machen. Rayman ist endlich wieder ohne die sch**ß Hasen unterwegs und man fühlt sich wieder in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückversetzt als noch keiner an die blöden Karnickel gedacht hat und die Rayman-Spiele eine Klasse für sich waren.
Schon im Intro zu Raymans neuem Abenteuer wird klar, dass man hier nichts ernst nehmen darf. Jede Szene ist mit herrlichem Humor und völlig übertriebenen Animationen gewürzt. Der Spieler, in diesem Fall ich, ist eigentlich nur am Schmunzeln oder sogar lachen, wenn der Schwierigkeitsgrad nicht so schnell und sehr krass anziehen würde. Um die Level vollumfänglich zu lösen muss man nicht nur durch kommen sondern auch noch Lums einsammeln und Electrons finden bzw. erreichen. Letztere bekommt man durch vereinzelnt im Level versteckte Käfige oder durch erreichen einer bestimmten Menge an Lums, die dann am Ende des Levels eingetauscht werden. Was in den ersten Leveln noch recht einfach von der Hand ging ist mittlerweile im Einzelplayer-Modus fast unmöglich.
Ich denke mal, dass das die volle Absicht der Entwickler war. Schließlich soll niemand vereinsamen nur weil er stundenlang allein Rayman spielt. Nein, man soll mit Freunden spielen uns Spaß haben. Der lokal begrenzte Multiplayermodus für bis zu vier Spieler kommt gänzlich ohne Splitscreen aus. Einen Online-Modus gibt es nicht. Finde ich persönlich schade. Alle Mitspieler spielen nach "Super Mario Wii" Manier im gleichen Bild und im Koopmodus. Die Devise lautet ganz klar Miteinander und nicht gegeneinander.
Entfernen sich die Spieler zu sehr von einander wird das Bild aufgezoomt. Alles wird zwar etwas kleiner aber man verliert sich nicht aus den Augen. Stirb einer der Spieler plopt er in eine Art Blase und schwebt den verbliebenen Spielern hinter her, bis sich einer erbarmt und die Blase durch einen Schlag oder einen Sprung auf die selbe zum platzen bringt und den Spieler damit wieder ins aktive Spiel holt. Auch das erinnert stark an "Super Mario Wii". Komplett anders und meiner Meinung nach auch besser gelöst als bei "SMW" ist die Kollisionsabfrage der Spieler untereinander. Die gibt es nämlich nicht. Während ein ungestühmer Mitspieler den eigenen Charakter bei Mario schon mal ein einen Abgrund schubsen konnte, läuft er bei Rayman einfach an einem vorbei. Die folgenden Konsequenzen, wie Abgründe oder Gegner inklusive. Trotzdem ist es aber möglich die Mitspieler mit der Spielfigur eigenen Attacke anzugreifen bzw. zu ärgern. Von Rayman z.B. gibt's stumpf die Flosse in die Fresse.
Damit hab ich auch schon verraten, dass man auch andere Charaktere spielen kann. Wer sich also partout nicht mit dem Arm- und Beinlosen Namensgeber "rumschlagen" will, kann auch mit anderen, im laufe des Spiels freischaltbaren, Figuren spielen. Zu Anfang stehen aber nur Rayman, so ein blauer Fettsack und so ein kleines Männchen mit großer Nase zur Verfügung. Genau wieß ich das aber nicht mehr, hab da nicht so drauf geachtet und nun hocken da ja schon ein paar Figuren mehr. Also einfach mal gucken.
Wer mit dem stark anziehenden Schwierigkeitsgrad Probleme hat muss nicht gleich aufgeben. Nach ein paar Fehlversuchen wird einem das Übersringen der entsprechenden Passage angeboten. Nette Sache, finde ich... wenn man da nicht eine Menge Lums bei auslassen würde... Aber, das muss jeder selbst wissen. Um endlich weiter zu kommen sicherlich hilfreich für den einen oder anderen.
Die Musik im Spiel ist genauso abgedreht wie das Spiel selbst. Sie passt an jeder Stelle absolut Bombe. Wer sich die Zeit nehmen will -> Auch mal auf die leisen Töne achten. Ansonsten bewegt sich im Spiel an jeder Stelle etwas, seien es die Lums die im Wind hin und her schwingen oder irgendwelches Zeugs das durch die Luft fliegt. Sogar im Ladebildschirm kann man seine Figur steuern und rumhüpfen bis der nächste Level beginnt.
Ich habe jetzt ungefähr die Hälfte der ausgelobten 60 Level hinter mir. Was mich ein bisschen nervt sind die stumpfen Bossgegner. Hier hilft keine Taktik, hier hilft nur auswendiglernen. Das hätte in meinen Augen nicht sein müssen. Ansonsten ist Rayman Origins für mich der beste Beweis, dass Jump & Run's eben doch noch nicht tot sind und auch in der heutigen von 3D Umgebungen überfluteten Spielewelt durchaus noch ihre Existensberechtigung haben. Wer Jump & Run's mag sollte zugreifen. Zumal es sich dank seiner FSK6 Freigabe für die ganze Familie eignet.
Rayman Origins gibt's außer für die XBOX 360 auch für die PS3 und für die Wii.






