Meine Daten in der Cloud
Aufgeschreckt durch News Meldungen in den vergangenen Tagen: Dropbox arbeitet mit amerikanischen Behörden zusammen und Dropbox - 4 Stunden ohne Passwortschutz, kamen in meinem Bekanntenkreis Zweifel an der sicheren Nutzbarkeit vom, bis dato sehr beliebten Onlinespeicherplatzdienst Dropbox auf. Es wurde nach brauchbaren Alternativen gesucht. Meine Lösung möchte ich euch vorstellen.
Parallel zu Dropbox habe ich seit einiger Zeit einen Account bei Wuala. Dort lagere ich meine sensiblen Daten, die ich auf PC und Smartphone benötige. In meiner Dropbox liegt nur belangloser Kram. Wuala wurde vor einiger Zeit vom französischen Festplattenhersteller Lacie übernommen. Es steht also keine kleine Frickelbude dahinter sondern ein relativ großer Konzern der sich mit Sicherheit, bedingt durch sein Kerngeschäft, nicht blamieren will und den Service sauber betreibt.
Für mich ausschlaggebend bei Wuala ist die Verschlüsselung noch auf dem Clienten und die anschließende fragmentierte aber trotzdem redundante Speicherung auf Wuala-Servern und in der Cloud. Das Passwort verlässt den Clienten nicht. Es wird nicht an Wuala-Server übermittelt. Niemand außer euch kommt an die Daten auch die Mitarbeiter dort haben keinen Zugriff.
Wuala-Server und Cloud - Wo ist da der Unterschied? - Ein kurzer Erklärungsversuch: Bei Wuala kann der Kunde seinen Onlinespeicherplatz dadurch vergrößern, in dem er Speicherplatz von seinem Rechner für die Cloud zur Verfügung stellt. Dies ist optional und in keinem Fall ein Muss. Sollte man sich aber dazu entschließen, muss der Rechner eine bestimmte Zeit am Tag laufen. Genaueres dazu gibts auf der Seite von Wuala. Beim Speichern in der Cloud werden also einzelne Fragmente von Kundendateien auf den freigegebene Speicherplätzen anderer Kunden gespeichert. Das Ganze mehrfach und natürlich verschlüsselt. Außerdem sind niemals alle Fragmente einer Datei auf einem Speicherplatz zu finden. Das schafft eine hohe Ausfallsicherheit, wird dem Datenschutz gerecht und spart obendrein noch jede Menge Hardware und Strom. Also keine grundsätzlich verkehrte Idee. Zusätzlich lagern aber alle Daten nocheinmal auf den Servern von Wuala selbst. Die europäischen Rechenzentren von Wuala liegen in, wen wunderts, Frankreich, der Schweiz und auch in Deutschland.
Das Programm an sich ist durch die Verwendung von Java plattformunabhängig und läuft unter Windows, wie auch unter Linux und Mac OS. Unter Windows ist die Einbindung mittels Laufwerksbuchstaben möglich. Das vereinfacht den Umgang mit anderen Programmen ungemein, da diese direkt auf den Speicherplatz zugreifen können wie eben auch auf das lokale Dateisystem des Rechners. Bei Mac OS X ist es ähnlich, hier kann Wuala als Netzlaufwerk eingebunden werden. Weiterhin gibt es Apps für Android und iOS. Der gemeinsamen Verwendung auf Computer, Smartphone und Tablet steht also nichts im Wege. Für unterwegs ist es auch möglich über die Webseite auf seine Daten zuzugreifen.
Jeder (nicht geworbene) neue Kunde von Wuala beginnt mit 1 GB kostenlosem Speicherplatz. Dieser kann durch Freundschaftswerbung auf bis zu 3 GB aufgeblasen werden. Pro geworbenem Neukunden gibts 250 MB für den Werbenden dazu. Der Geworbene startet dafür dann gleich mit 2 GB Speicherplatz. Natürlich ist auch dass dann ausbaubar. Für alle, die sich jetzt animiert fühlen mir etwas Gutes zu tun und gleichzeitig mit doppeltem Speicherplatz zu beginnen, hier mein Promolink.
Weiterhin ist es möglich zusätzlichen Speicherplatz zu kaufen oder zu ertauschen. Ersteres wird jährlich abgerechnet und beginnt bei 10GB für 19,- €. Weitere Preise hier. Das Ertauschen funktioniert im Prinzip ganz einfach. Wie weiter oben schon kurz angerissen, ihr könnt Speicherplatz auf eurem Rechner für die Wuala-Cloud freigeben. Im Gegenzug erhaltet ihr von Wuala mehr eigenen Onlinespeicher. Also ganz einfach.
Genau wie Dropbox kann auch Wuala bestimmte Ordner auf dem Computer automatisch mit der Onlineversion abgleichen. Es ist ebenfalls möglich bestimmte Daten mit andern zu Teilen. Diese müssen weder Kunden sein, noch müssen sie sich registrieren.
Vorteil gegenüber Dropbox ist ganz klar die Verschlüsselung. Bei Dropbox muss ich mich selbst darum kümmern. Sicherlich ist z.B. ein TrueCrypt Container schnell erstellt und wird von Dropbox auch gut unterstützt (Differenzuploads von geänderten Dateien usw.), aber was nutzt mir der Container auf dem Smartphone?
Meiner Meinung nach ein gute Paket, welches Wuala da anbietet. Ich bin zufrieden und bisher funktionierte es immer reibungslos. Halbwegs beruhig schlafen kann ich auch, obwohl meine Daten in der Cloud liegen.
Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion starten. Es würde mich aber interessieren, welche Lösungen du benutzt oder ob du solche Services gar nicht benutzt.

